"WilmART"

Es ist eine Freude für mich, über Wilma Rösch Kunst zu schreiben. Ich kenne sie persönlich viele Jahre. Sie lebt Kunst. Sie ist lebendige Kunst.Manche machen Kunst, sie existiert als Kunst in jedem Atom und allem, was dazwischen schwingt.
Ihr Humor - ihre Witze über sich selbst; sie ist zu erkennen an ihrem Lachen!
Die bayerische Künstlerin war als Kind täglich auf dem kleinen Bauernhof ihrer Großmutter. Dort lernte sie an der Natur und mit Begeisterung jede Kreatur zu respektieren.
In ihrer Jugend begann sie, Greenpeace, Behinderten und Senioren zu helfen.
Nach ihrem Gymnasial-Abschluss und einem Praktika in Sydney war sie 2 Jahre an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, im Begriff Kunst-Lehrerin zu werden ...
  Definitiv sind Wilmas Arbeiten mit ihren Studienreisen verbunden. Mittlerweile besuchte sie 138 Staaten. Deshalb nannte sie sich eines Tages "travelartist". Mit 11,5 Jahren entstand ihre erste travelART(Reisekunst). Seit dieser Erfahrung sammelt sie Eintritts-Karten, Bilder aus Zeitschriften ... aus der ganzen Welt. Heutzutage bildet Wilma digitale Kollagen, nach wie vor auch die klassische Methode(Papier/Fotos auf Mappe).
Für sie bedeutet Symmetrie Harmonie. "Man findet Symmetrie vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos, von Maschinen bis zu sakralen Gebäuden, von der Natur bis zur Kultur", beobachtete Wilma. Einen Zusammenhang zu Fraktalen stellt sie fest-(annähernd)symmetrische Systeme im/als Chaos/in der Natur. Die Künstlerin trägt sogar Fraktal-Muster-Kleidung. Sie mischt die Essenzen der verschiedenen Themen.
Das Ergebnis ist schön: "Die Augen sind das Tor zur Seele." Sie will die Herzen, der Wesen Inneres berühren. Wilma liebt es, Menschen zu beglücken. Für sie gibt es eine allgemeine, eine gemeinsame Schönheit, z.B. Schloß Neuschwanstein. Es besteht die Vermutung, daß ca. 88% jenes Gebäude als schön empfinden.
Ihre Atelierwohnung liegt 3 km von dem berühmten Gebäude entfernt.
Sie lebt sehr naturnah, mit viel Bewusstsein: So wenig wie möglich, so viel wie nötig, geographisch und saisonal: Z. B. keine Tomate im Winter, keine tropischen Früchte.
Das Studio von "Villa" WilmART ist eine Kombination von Kirche, Tempel, Moschee und Synagoge wie ihr Logo, s. www.wilma-roesch.de Besuchen Sie sie und lassen Sie sich überraschen. Die Flächen der Künstlerin sind auch ein Kaleidoskop: Viele Spiegel; Lichteffekte. Sehr komfortabel, stilvoll, schlossähnlich; ein wahres Märchen, künstliche Fenster als Raumerweiterung; die Pflanzen wachsen oft nur mit Wasser. Es ist so sauber, dass man vom Boden essen kann. Erstaunliche Objekte, die Wilma auf Reisen fand, können entdeckt werden in diesem "Wilma-Wunderland". Genießen Sie Ihren Urlaub während sie kocht für Sie !
Gibt man ihr irgendwas, macht sie etwas draus - recycLADY. Selbst die Gewürze glänzen im Altarformat...
Das Jahr 2004 war sehr markant für Wilma, eine große Ehre : Der Designer und Hochschullehrer Prof. Luigi Colani lud sie zu seiner Ausstellung in Karlsruhe (Deutschland)ein. Nach ein paar Minuten betrachten ihre Bilder, Gewänderskizzen und Gebäudeentwürfe schrieb er eine Empfehlung. Prof. Colani ist eine Art Idol für sie. U.a. meinte er zu ihr: "Sie sind Ihrer Zeit voraus!" Ihre verstorbenen Vorbilder sind Salvador Dali und Friedensreich Hundertwasser.
"Ich finde Deine Kunst symbolisch, ethisch, sogar philosophisch", wie einer ihrer Usbekistan-Freunde: Anatoly, der Gründer und Direktor des Samarkand-Friedens und Solidaritäts-Museums.
Auch ziemlich beeindruckend ist das KMK, das Kind-Mutter-Kreat: Bilder in Zusammenarbeit mit Wilmas Sohn Tarim im Alter zwischen 3 und 4. "Er gab mir das Skelett, das Fleisch legten wir zusammen hinein." Von ihm wurden die Linien gebildet, beide kolorierten die Flächen dazwischen. Es entstanden rund 365 Stück, teils ähnlich, jedoch eher recht verschieden , amüsant und lieblich.
Ihre jüngste und bisher größte Kunst mit Kindern: Ein 30 m - Schnee-Engel in der Nähe von Füssen mit einem ebenso großen geflügelten Einhorn. Jene mittlerweile natürlich geschmolzenen Werke fertigte das Multitalent anhand eines Rechens, eines Besens und ihrer Stiefelabdrücke.
Da Wilmas erste Reisekunst ein Textil ist(1,5 m x 2 m; gehäkelt 1984), entwickelte sie diese Art weiter. Im Jahr 2003 nähte der Travelartist ihr bislang größtes Baumwoll-Stück:
Ein ca. 16 Quadratmeter Advent-Kalender, welcher mehrfach zur Vorweihnachtszeit in dementsprechend geräumigen Einrichtungen hing.
Ihre Mode ist ein Kapitel für sich: Etliche Richtungen davon sind für weiblich wie männlich, kleiner wie größer, schlanker wie fülliger, für sämtliche Kulturen und Anlässe tragbar, zeitlos, lediglich Gesicht und Hände unbedeckt. Die zwei Fashionshows in Füssen sprechen für sich: Wilma modelte und moderierte selbst, die Akzessoirs erheiterten die Gäste.
Wilmas "64Füssen"- 64 Schloss-Thürnthal-Würfel(schwarzer Schaumstoff 1m x 1m x 1m) ergab quasi die "Kaaba" vom Königswinkel in Füssens Fußgängerzone. Hierfür hatte Paul Iacob, der Oberbürgermeister des städtchens die Künstlerin in die aktuelle Rathaussitzung eingeladen, um die Stadträte zum Würfelrollen zu ermuntern. Die Kubi setzte man nach dem Rollen durch die Altstadt an der Kunsthalle der ehemaligen Textil-AG als Pyramide zum Auftakt der Weihnachtszaubers wieder zusammen . Einer der 64, der "Glüxwürfel", wurde für einen guten Zweck versteigert. Der Nächste sah nach der Bemalung ein bißchen einem Zauberwürfel gleich. Außerdem zerteilte W.Rösch einen ohne Verschnitt in die Twin-Couches - Zwillingssofas. Herr Oberbürgermeister Iacob fand sie beim Probesitzen recht bequem - nicht nur er.
Ich hoffe, daß zum Einen die Gebäude-Konzepte in Realisationsnähe gerückt sind und zum Andern Wilmas etwas fernere globale Ziele sich nach und nach umsetzen lassen - im Motto vserschönern verbesssert.

Dr. Maren Naumann
© Copyright Wilma Rösch